Die Deutsche Abteilung

Die Schullaufbahn in der Deutschen Abteilung umfasst zwei Kindergartenjahre, die Ecole Primaire bzw. Grundschule (1.-5. Klasse), das Collège bzw. die Sekundarstufe (6.-9. Klasse) und das Lycée bzw. die Oberstufe (10.-12. Klasse).

Der Unterricht findet sowohl am Lycée International (LI) als auch an dessen Partnerschulen, der Grundschule Ecole Charles Bouvard (CB) und dem Collège Les Hauts Grillets (HG) statt.

Einen Überblick über diese verschiedenen Standorte, sowie über die Direktoren der Abteilung und den Stand der Deutschen Abteilung am Lycée finden Sie hier:

STANDORTE

Ecole Elementaire Charles Bouvard, in Fourqueux: 1.-5. Klasse
http://www.ec-bouvard-fourqueux.ac-versailles.fr/
Ansprechpartner Elternverein: charlesbouvard@apesali.fr


Collège Les Hauts Grillets, in Saint-Germain-en-Laye/Stadtgrenze Fourqueux: 6.-9. Klasse
http://www.clg-hautsgrillets-st-germain-laye.ac-versailles.fr/
Ansprechpartner im Elternverein: hautsgrillets@apesali.fr


Lycée International, in Saint-Germain-en-Laye: An diesem Standort sind alle Schulstufen vertreten.
http://www.lycee-international.ac-versailles.fr/
Es beginnt mit den zwei Kindergartenjahren vor der Einschulung. Der Unterricht ist in zwei halbe Tage pro Woche aufgeteilt, an denen die Kinder aus ihrem französischen Kindergarten des Wohnorts an diesen Standort kommen.
Ansprechpartner im Elternverein: kindergarten@apesali.de
Danach geht es weiter mit der Grundschule (1.-5. Klasse) und dem Collège (6.-9. Klasse), wobei die Schüler in diesen Stufen auf jeweils zwei Standorte verteilt werden (Grundschule: Charles Bouvard oder Lycée, danach „Sekundarstufe“ im Collège Les Hauts Grillets oder am Lycée).
Die Klassen 10-12 gibt es wiederum nur am Standort Lycée, wo dann alle Schüler ihr Abitur absolvieren.
Ansprechpartner im Elternverein für Grundschule sowie Sekundar- und Oberstufe: lyceeinternational@apesali.de


Umfassende Informationen finden Sie auch unter: http://deutsche-abteilung.de/deutsche-abteilung/

DEUTSCHE ABTEILUNG/DIREKTOREN

Frank Walter
Leiter der Deutschen Abteilung seit 2019

Frank Walter


Franz Strieder
Leiter der Deutschen Abteilung von 2013 bis 2019


Norbert Kremeyer
Leiter der Deutschen Abteilung von 2004 bis 2013

Öffentliche versus private Abteilung

Schulgebühren im Vergleich (Zahlen von 2012/2013)

Die Deutsche Abteilung (ab Mat. II) ist die größte öffentliche Abteilung am Lycée International. Sie ist, bis auf eine relativ geringe Anmeldegebühr, die die Kosten für den Sprachtest abdeckt, schulgeldfrei. Andere öffentliche Abteilungen am LI sind die:

Italienische (ab Mat. I), Niederländische (ab Mat. II), Polnische (ab Collège), Portugiesische (ab Mat. I), Spanische (ab CP), und RussischeAbteilung (ab 2nde).

Jede Abteilung hat ihren eigenen Elternverein, der die pädagogische Arbeit und den Schulalltag seiner jeweiligen Abteilung durch aktive Mitarbeit (!) seiner Mitglieder, sowie auch finanziell unterstützt. Dafür erhebt jeder Elternverein einen Jahresbeitrag, der je nach Abteilung unterschiedlich ausfällt.

Zu den privaten Abteilungen am Lycée International zählen die Amerikanische (ab Mat. II), die Britische (ab Mat. 1), die Dänische (ab CP), die Japanische (ab Mat.), die Norwegische (ab CP) und die Schwedische (ab Mat.). Neben hohen Anmelde- bzw. Einschreibgebühren, die bei einem Betrag von €150 beginnen (abteilungs- und stufenabhängig), wird für diese Abteilungen ein nicht unerhebliches Schulgeld verlangt. Der Jahresbetrag für Familien beläuft sich, gestaffelt nach Jahrgangsstufen, bei den Amerikanern auf €3580 – €4725, den Briten auf €1290 – €3894, den Dänen auf €2800 – €3300, den Japanern auf €1640 – €2150, den Norwegern auf €1100 – €2400 und den Schweden auf €1400 – €2000. Wird das Schulgeld von einer Firma teilweise oder ganz übernommen, kann sich dieser Betrag sogar fast verdoppeln (Amerikanische und Britische Abteilung).

Schaut man sich andere Schulen mit Deutschen Abteilungen an, die den OIB-Abschluss anbieten, wird schnell klar, dass nicht alle vom deutschen Staat unterstützt werden und dort deshalb Schulgebühren anfallen. Diese betragen in der Schule von Sèvres (Section Internationales de Sèvres) für jedes Kind zwischen €2110 und €2710 und in der internationalen Schule in Fontainebleau €1900/€2000 (alle Zahlen Schuljahr 2012/2013).

ABSCHLÜSSE

OIB

L’Option Internationale du Baccalauréat (OIB): zwei Abschlüsse

Das OIB (L’Option Internationale du Baccalauréat) ist ein bilingualer französischer Schulabschluss, der Bikulturalität unterstützt und auf sichere Mehrsprachigkeit abzielt. Das Unterrichtsprogramm beruht auf einer bilateralen Zusammenarbeit mit dem Partnerland (in unserem Fall Deutschland). Das OIB bietet die Vorzüge des französischen Abiturs (baccalauréatBAC), das in den Bereichen Literatur (L), Wirtschaft (ES), Naturwissenschaften (S), abgelegt werden kann, aber auch die Möglichkeit, unter Aufsicht eines Prüfungsbeauftragten der deutschen Kultusministerkonferenz das deutsche Abitur in den Fächern Deutsch (eine schriftliche und eine mündliche Prüfung) und Geschichte/ Geographie/Gemeinschaftskunde (eine schriftliche und eine mündliche Prüfung) abzulegen. 

Diese Prüfungen erfolgen auf muttersprachlichem Niveau (EN1-Klasse) und richten sich nach deutschen Lehrplänen und der EPA (Einheitliche Prüfungsanforderungen für das Abitur).

Die internationalen deutschen Schulzüge mit OIB-Abschluss richten sich ausschließlich an zweisprachige (deutsche, französische oder deutsch-französische) Schüler, die ab der Grundschule oder spätestens ab der Sekundarstufe I (Sixième) deutschen Sprach- und Literaturunterricht besuchen. Dieser wird, unter Aufsicht der KMK (Kultusministerkonferenz) von deutschen Lehrern gehalten, die in ihren Fachrichtungen das Erste und Zweite Staatsexamen abgelegt haben. Ab der Sekundarstufe I (Sixième) kommt zusätzlich Geschichtsunterricht in deutscher Sprache hinzu. Ab der 10. Klasse (Seconde) werden ebenfalls die Fächer Geografie und Gemeinschaftskunde auf deutsch erteilt.

Schulen mit OIB-Abschluss : LI de Saint-Germain-en-Laye, LI de Ferney-Voltaire, LI François 1er de Fontainebleau, LI de Paris Honoré de Balzac, Sections Internationales de Sèvres-Chaville, Centre International de Valbonne.

ABIBAC

ABIBAC

Wie das OIB ist das AbiBac eine Prüfung, mit der man gleichzeitig das französische Baccalauréat und das deutsche Abitur erwerben kann. Es richtet sich an motivierte Schülerinnen und Schüler aus zumeist (aber nicht ausschließlich*) bilingualen Zügen in Deutschland bzw. Europaklassen in Frankreich, die gute Kenntnisse der Partnersprache erworben haben (keine deutschen Muttersprachler).

Der Unterricht in der Partnersprache beträgt ca. 9 Wochenstunden (Mindeststundenzahl) und muss in der Regel drei Jahre lang (mindestens jedoch zwei Jahre) vor dem Erwerb des Abschlusses belegt werden. Für die Durchführung des Programms ist die deutsch-französische Expertenkommission für das allgemeinbildende Schulwesen zuständig. Die Gymnasiasten, die sich auf das AbiBac vorbereiten, nehmen den französischen Lehrstoff durch, außer in den Fächern Deutsch, Geschichte und Erdkunde, in denen spezifische Programme für diesen Zug ausgearbeitet wurden. Das Programm beruht auf deutsch-französischen Schulpartnerschaften, die während der Ausbildung Schüleraustausche sowie die Zusammenarbeit zwischen den Lehrern fördern. Der Unterricht wird von Lehrern (in Frankreich von französischen Lehrern) abgehalten, die über die erforderlichen sprachlichen Kompetenzen sowie über den nötigen Abschluss (Erstes und Zweites Staatsexamen in Deutschland, CAPES oder Agrégation in Frankreich) verfügen.

Die speziellen schriftlichen Prüfungen (eine schriftliche in Deutsch und eine in Geschichte-Geographie) werden von den Lehrkräften jenes Landes korrigiert, in dem sie abgelegt werden. Die speziellen mündlichen Prüfungen (eine in Deutsch) werden vor einer von einem Vertreter des Partnerlandes geleiteten Prüfungskommission abgelegt. Diese Kommission ist für die Benotung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen zur Erlangung des Abschlusses/Diploms des Partnerlandes verantwortlich.

Schulen mit AbiBac-Abschluss: über 60 Schulen in Frankreich, fünf Schulen in Deutschland

DEUTSCH-FRANZÖSISCHES ABITUR

Deutsch-französisches Abitur: ein gemeinsamer Abschluss

Gemäß einem deutsch-französischem Abkommen (Februar 1972) wurden drei „deutsch-französische Gymnasien“ gegründet: auf deutscher Seite das Gymnasien in Freiburg und in Saarbrücken und auf französischer Seite das Gymnasium in Buc (Académie de Versailles).

Diese deutsch-französischen Einrichtungen bieten einen gemeinsamen Unterricht von der 5. bis zur 12. Klasse. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Begegnung zwischen jungen Deutschen und Franzosen wie auch von zwei Bildungssystemen. Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler bei Eintritt in diese Schuleinrichtung bereits zweisprachig oder nahezu zweisprachig ist, erwirbt der andere Teil diese sprachliche Kompetenz im Laufe der Jahre. Das deutsch-französische Abitur beruht auf Sonderprogrammen und speziellen Organisations- und Evaluierungsmethoden. Es gewährt alle mit dem französischen Baccalauréat und dem deutschen Abitur verbundenen Rechte. Die Betreuung dieses binationalen Abschlusses obliegt der deutsch-französischen Expertenkommission für das allgemeinbildende Schulwesen.

DSD - DEUTSCHES SPRACHDIPLOM

Wie die vorher genannten drei Schulabschlüsse, berechtigt auch die bestandene Prüfung des DSD Stufe C1 formal zu einem Studium an einer deutschen Universität. Es handelt sich um eine Sprachprüfung für Schüler/innen der EN2-Klassen, die im Verlauf der 12. Klasse (Terminale), zusätzlich zum klassischen französischen Baccalauréat abgelegt wird.